Wie Kunst den Strukturwandel in deutschen Städten mitgestaltet
- Kerstin Koschnicke
- vor 6 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Kunst im öffentlichen Raum kann mehr sein als Dekoration.
Sie kann Wahrnehmung verändern, Orte neu erlebbar machen und Impulse für Stadtentwicklung setzen.
Wie Städte Kunst als Teil ihres Strukturwandels nutzen können, ist eine Frage, die uns in unserer Arbeit immer wieder begegnet.
Städte verändern sich – und mit ihnen ihre Atmosphäre, ihre Wahrnehmung, ihr Klang. Der Strukturwandel betrifft nicht nur Arbeitsplätze oder Gebäude. Er verändert das Gefühl von Vertrautheit, Identität und Zusammenhalt. Was früher selbstverständlich war – der belebte Marktplatz, die vertraute Fußgängerzone, der spontane Plausch vor dem Laden – ist heute vielerorts brüchig geworden oder ganz verschwunden.
Gleichzeitig wächst in vielen Kommunen der Wunsch, diesen Wandel aktiv zu gestalten: nicht allein mit baulichen Maßnahmen, sondern mit Ansätzen, die Menschen emotional erreichen.
Kunst im öffentlichen Raum rückt dabei zunehmend in den Fokus – als Möglichkeit, neue Perspektiven zu eröffnen, Resonanzräume zu schaffen und gewohnte Orte neu aufzuladen.

Kunst im öffentlichen Raum als Impuls für Stadtentwicklung
Kunst im öffentlichen Raum kann der Anfang eines Dialogs sein – über Identität, Zugehörigkeit und Zukunft.
Statt Stadtentwicklung ausschließlich in Plänen, Zahlen oder Förderlogiken abzubilden, schafft Kunst erfahrbare Momente: überraschend, zugänglich, gemeinschaftsstiftend.
Temporäre Kunstinstallationen im Stadtraum können:
Wahrnehmung verändern,
Aufmerksamkeit und Aufenthaltsqualität schaffen,
die emotionale Bindung der Bürger:innen an ihren Lebensort stärken.
Gerade in mittelgroßen Städten, strukturschwachen Regionen oder Transformationsräumen entsteht hier eine besondere Chance: Kunst nicht als langfristige Festlegung, sondern als Impuls, der Bewegung, Gespräch und neue Sichtweisen ermöglicht.
Aufenthaltsqualität und Standortattraktivität steigern
Immer mehr Kommunen erkennen, dass der öffentliche Raum mehr sein muss als funktional. Er sollte erlebbar sein – inspirierend, einladend, lebendig.
Kunst trägt dazu bei, Atmosphäre zu schaffen: Ein leerer Platz wird zum Ausstellungsort, eine graue Wand zum Blickfang, eine Gasse zur Bühne.
So wird Stadt als Raum mit Haltung, Kreativität und Zukunftskraft erfahrbar – für Bürger:innen ebenso wie für Gäste, Unternehmen und neue Akteure.
Neue Narrative für Städte im Wandel
Strukturwandel braucht neue Geschichten.
Kunst kann diese Geschichten sichtbar machen – ohne sie vorzugeben. Sie kann Fragen stellen, Leerstellen zeigen, Erinnerungen aufrufen. Sie macht das Unsichtbare spürbar und das Gewohnte neu.
Gerade dort, wo klassische Instrumente der Stadtentwicklung an Grenzen stoßen, kann Kunst einen anderen Zugang eröffnen: niedrigschwellig, schnell wirksam und offen für Beteiligung. Sie lässt sich mit Bildungsarbeit, Dialogformaten oder kreativen Zwischennutzungen verbinden – ohne den Ort festzuschreiben.
MidtownVibes.art – Partner für kreative Stadtentwicklung
MidtownVibes.art begleitet Städte dabei, Kunst im öffentlichen Raum kontextbezogen und ortsspezifisch zu denken.
Nicht als fertiges Format, sondern als Prozess – im Dialog mit Ort, Stadtverwaltung, Kultur und Öffentlichkeit.
Die Initiative wurde 2025 ins Leben gerufen und versteht sich als Impulsgeber an der Schnittstelle von Kunst, Stadtentwicklung und öffentlichem Raum.
Dabei knüpfen wir an bestehende Erfahrungen an und entwickeln zugleich neue künstlerische Formate für neue Stadtsituationen – weil nicht jedes Format überall passt.
Für wen ist MidtownVibes.art interessant?
Kommunen im Wandel, die nach kulturellen Impulsen suchen
Mittel- und Kleinstädte, die ihre Innenstädte neu denken wollen
Stadtentwicklungsbüros und Stadtmarketing
Kulturämter und Institutionen
Bürgermeister:innen und Entscheidungsträger
Unternehmen und Partner im Rahmen von Sponsoring oder CSR
Einladung zum Gespräch
Wir, Jan Illerhues und Kerstin Koschnicke, bringen unsere langjährige Erfahrung in Kunstprojekten und Stadtentwicklung ein und arbeiten projektbezogen mit einem internationalen Netzwerk aus Künstler:innen und Fachpartner:innen zusammen.
Wenn Sie Lust haben, über Ihre Stadt, ihre Orte und mögliche künstlerische Impulse zu sprechen, freuen wir uns über den Austausch.
Weitere Informationen: www.midtownvibes.art
Jan Illerhues (Initiator): jan@midtownvibes.art
Kerstin Koschnicke (Projektleitung): kerstin@midtownvibes.art

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